🇩🇪 Die gewonnene Schlacht

Nach unserem bewegenden Aufenthalt in Phnom Penh geht es für uns mit dem Bus für eine Nacht zurück nach Siem Reap. Wir sind immer wieder erstaunt darüber, wie komfortabel die Busse hier sind. Sogar Wlan gibt es in unserem Bus und Getränke und Kekse werden verteilt.

Hinter uns sitzen zwei Australierinnen, die sich vor der Fahrt mit traditionellen Früchten eingedeckt haben und uns eingeladen haben uns mit Ihnen durch das Sortiment zu probieren 😂 Besonders gut schmeckt uns Mangosteen (Mangostane). Eine kleine dunkelviolette Frucht. Wenn man sie öffnen, kommt eine Knoblauchzehe zum Vorschein. So sieht die Knolle zumindest aus, schmeckt aber unwahrscheinlich gut!

Der Bus hat sogar zwei Damen, die sich nur um die Fragen und Belange der Passagiere kümmern. Also quasi eine Art Flugbegleiterin für den Bus. Eine der Damen sagt uns, dass wir einen kurzen Halt an der Raststätte machen, um uns die Spinnen anzugucken. “Was denn für Spinnen?”, frage ich Alex. “Keine Ahnung. Bestimmt wieder ein Markt, auf dem man Insekten zum Essen kaufen kann”, erhalte ich als Antwort.

So ganz unrecht hat er damit nicht. Viele Einheimische kaufen sich frittierte und gegrillte Spinnen und andere Köstlichkeiten. Die Attraktion sind aber viel mehr die lebendigen Spinnen. Keine 5 Minuten später, setzt mir eine Frau eine der Spinnen für ein Foto auf die Hand. Ich traue mich erst im Nachhinein zu fragen, ob die Spinne giftig ist. Zu meiner Erleichterung tut die Spinne laut Besitzerin aber nichts.

Nach weiteren 3 Stunden sind wir in unserem Hostel in Siem Reap angekommen. Natürlich können wir keine Nacht hier verbringen ohne unserem 50%-Rabatt-auf-alles-Restaurant noch einen letzten Besuch abzustatten. Neben unseren Stammgerichten bestellen wir auch noch ein Khmer Barbecue. Dies ist nahezu identisch mit dem Mo Kata in Thailand. Fleisch und Fisch werden in der Mitte gebraten, während das Gemüse in einer Suppe am Rand gegart wird! Sehr lecker!

Am nächsten Morgen sind wir bereits früh wach für unsere Weiterreise nach Bangkok. Außer uns sitzen nur noch 7 andere Passagiere im Bus. Wlan gibt es hier zwar nicht, aber dafür Frühstück und ein warmes Mittagessen. Gegen Mittag erreichen wir die Grenze. Wir wurden in Kambodscha bereits von mehreren vorgewarnt, dass es an diesem Grenzübergang äußerst viel Geduld erfordert. Die Ausreise aus Malaysia haben wir in 5 Minuten erledigt. Zuversichtlich machen wir uns daher auf den Weg zur thailändischen Grenze. Der Weg ist ziemlich lang und wir sind froh, dass wir unser Gepäck im Bus lassen konnten. Auch als wir die 200 Menschen vor uns in der Reihe sehen, sind wir immer noch zuversichtlich und motiviert. Immerhin gibt es 8 Counter! Als wir uns wundern, warum es so langsam voran geht, merken wir erst, dass von den 8 Counter nur 3 geöffnet sind 😂 Während der 1,5 Stunden Schlange stehen, hofft man immer vor einem der Ventilatoren warten zu können.

Als wir wieder an unserem Bus Abkommen, fehlt das chinesische Pärchen, das in der Schlange gerade noch hinter uns war. Über eine Stunde warten wir noch auf die Beiden. Der Busfahrer erklärt uns, dass die Kontrollen bei z.B. chinesischen und indischen Staatsbürgern strenger ausfallen und daher deutlich länger dauern.

Am Abend kommen wir in Bangkok an. Wir haben uns entschieden 5 Tage hier zu verbringen. Da wir die Sightseeingtour bereits beim letzten Besuch abgehandelt haben, haben wir Zeit uns auszuruhen. Eine Sache ist aber für den darauffolgenden Tag schon geplant: ein Kochkurs.

Wir sind begeistert vom thailändischen Essen und möchten gerne mehr über diese vielfältige Küche wissen. Deshalb sitzen wir am nächsten Tag schon in der Kochschule. Unsere Kochlehrerin Joo nimmt uns zuerst mit auf einen Markt. Hier lernen wir die verschiedenen Kräuter und Gemüsesorten kennen. Wir haben Mühe uns alles zu merken. Es gibt allein 3 verschiedene Ingwer- und Knoblaucharten. Nachdem unsere Einkaufskörbe mit den Zutaten gefüllt sind, geht es mit Tuktuks zur Kochschule.

Unser erstes Gericht ist eine TomYam Suppe. Auf dem Boden schneiden wir die Zutaten zurecht, bevor es zu unserer Kochplatte geht.

Mit Joo fühlt man sich ein bisschen, wie in einer Schlacht. Bevor wir unsere Gasplatte aufdrehen, ertönt jedesmal laut: „1..2..3…FIIIIIIIIIRRRRREEE!!“ Beim ersten Mal schmeiße ich vor Schreck fast den Wok runter. Da wir allerdings 5 Gerichte kochen, haben wir uns schnell an die schreiende Joo gewöhnt.

Unsere Tom Yam Suppe und das Pad Thai können wir nach eigenem Geschmack würzen und so weniger Chilischoten verwenden. Tom Yam ist übrigens eine sauer-scharfe Suppe, die meist Garnelen oder Hühnchen enthält.

Das zweite Hauptgericht ist ein grünes Curry mit Gemüse und Reis. Joo zeigt uns wie man die Currypaste selber macht, was ganz schön Kraft erfordert, da man die ganzen Zutaten klein stampfen muss. Zum Schluss bekommt jeder einen Klecks Curry in seinen Wok und dann heißt es wieder:„FIIIIIIRRRREEE!“😂

Nach jedem Gang dürfen wir unsere Kreation selbstverständlich auch probieren. Als Alex und ich den ersten Löffel des Currys probieren, steigen uns direkt Tränen in die Augen! Puuh, ist das schaaaarf! Als Joo sieht, dass wir uns den Schweiß aus dem Gewicht tupfen, lacht sie schuldbewusst: „Ich habe vergessen, dass wir 2 Europäer im Kurs haben.“ Die anderen Kursmitglieder aus Hong Kong und Korea scheinen nämlich sichtlich unbeeindruckt von der Schärfe des Currys.

Neues Gericht, neues Glück. Bevor es zum Dessert geht, gibt es noch einen Chicken Mince Salad. Ehrlich gesagt sind wir schon seit dem 2. Gang satt, aber essen natürlich munter weiter.

Unser persönlicher Favorit ist das Dessert. Obwohl wir fast aus allen Nähten platzen, können wir es kaum erwarten unseren Mango Sticky Rice zu essen. Mango Sticky Rice ist in Thailand quasi das Nationalgericht und kann zu allen Tageszeiten verspeist werden.

Zum Schluss gab es noch ein Foto mit unserer Köchin Joo.

Unsere Kreationen im Überblick

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