Tag 35🇩🇪 – Kampot

Heute gehen wir dorthin, wo der Pfeffer wächst..im wahrsten Sinne des Wortes. Kampot ist nämlich bekannt für seine Pfeffer und Salzproduktion.

Ich bin nicht sonderlich enthusiastisch, als wir uns einen TukTuk Fahrer für den Tag mieten, weil mich seit 3 Tagen Fieber und Muskelschmerzen quälen. Heute ist der erste Tag, an dem ich mich aus dem Bett hieven konnte. Ich habe bereits darüber nachgedacht unsere Malaria Standby Medikation aufzubrauchen. Hier in der Provinz in Kambodscha in ein Krankenhaus zu müssen – eine Horrorvorstellung! Also schiebe ich den Malaria Gedanken schnell bei Seite und beschließe mir eine 0815-Grippe zu diagnostizieren und alles aus unserer Reiseapotheke zu verwenden, was mir hilfreich erscheint. Anscheinend mit Erfolg, denn heute geht es mir etwas besser.

Im Nachhinein fand ich nach Gesprächen mit Einheimischen und anderen Reisenden heraus, dass es wohl doch das Dengue-Fieber gewesen sein muss. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich über die Fehldiagnose bin. Bei dem Wort Dengue-Fieber wäre ich wahrscheinlich panisch geworden und das hätte die Sache nicht besser gemacht 😂.

In Kampot kann man nicht nur Pfefferfarmen besichtigen, sondern sich in sogenannten “Showrooms” erklären lassen, wie das mit dem Pfeffer funktioniert. Das ganze ist sogar kostenlos! Wir bekommen unseren persönlichen Guide zugeteilt, der uns zuerst die verschiedenen Pfeffersträucher zeigt. Es werden roter, grüner, weißer und schwarzer Pfeffer hergestellt, wobei alle Körner vom selben Strauch stammen. Die Erntezeit bestimmt, welche Sorte von Pfeffer man erhält. Eine kleine Kostprobe der verschiedenen Sorten mit Rührei steht auch noch auf dem Plan. Zum Schluss lernen wir noch, wie man den originalen Kampot-Pfeffer von Fälschungen unterscheidet. Laut unserem Guide werden die gefälschten Pfefferkörner vor allem auf Nachtmärkten in den Großstädten verkauft. Schade, dass unsere Backpacks schon so voll sind, sonst hätten wir sicher noch 1-2 Tüten Pfeffer mitgenommen.

Anschließend geht es für uns wieder ins TukTuk in die dörfliche Gegend. Zum ersten Mal verstehen wir, weshalb der Mundschutz in Asien so beliebt ist. Aufgrund der schlechten Strassenbeschaffenheit und der porösen Oberfläche wird der Staub kontinuierlich aufgewirbelt, was sowohl in den Augen brennt, als auch das Atmen erschwert.

Zum Glück sind wir 15 Minuten später schon an unserem nächsten Ziel angekommen. Die Phnom Chhngok Cave ist eine alte Höhle. Nachdem man die Treppen hochgestiegen ist, wird man beim Betreten der Höhle von einem Elefanten begrüßt, der aus Stalagtiten geformt wird. Mit viel Fantasie kann man im Felsen daneben noch einen zweiten Elefanten erkennen. In der Hauptkammer steht ein Mauerstein Tempel aus dem 7.Jahrhundert, der dem Gott Shiva gewidmet wurde.

Tempel aus dem 7. Jahrhundert
Na, wer sieht den Elefanten? 😀
Die Aussicht von oben

Neben der Höhle befindet sich der sogenannte „Secret Lake“. Der See wurde künstlich angelegt und wird von den Einwohnern immer stolz präsentiert. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, auch ein Foto zu machen.

Bevor es zur letzten Station geht, halten wir auf Empfehlung unseres TukTuk Fahrers im Dorf, um einen Rohrzuckersaft zu trinken. Für 0,20€ pro Becher fängt die Standbesitzerin an die großen Rohrzucker Stängel zu pressen, bis alle Becher voll sind. Obwohl es wahrscheinlich das süßeste Getränk ist, das ich je getrunken habe, schmeckt es nach kurzer Eingewöhnung doch besser als anfänglich gedacht.

Zum Schluss geht es noch zu der Salzplantage, wo das hochwertige Meersalz „Fleur de Sel“ hergestellt wird. Da gerade Regenzeit ist, können wir leider bei der Herstellung nicht mithelfen. Stattdessen bekommen wir einen Film gezeigt, in dem die verschiedenen Schritte der Salzgewinnung erklärt werden. Bevor wir uns auf den Weg zum Hotel machen, dürfen wir uns auch hier durch die verschiedenen Salzsorten probieren. Auch, wenn man vom Geschmack nur geringe Unterschiede feststellt, unterscheiden sich die Sorten von ihrer Konsistenz.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel geht es für uns auf den Kampot Rivercruise. Trotz des nicht so guten Wetters sind viele Einheimische auf dem Boot, die sich hier zum Abendessen oder auf ein Feierabendbier treffen. Während der Fahrt auf dem Preak Tuek Chhu sind die Brücken ziemlich knapp kalkuliert. Während wir durchfahren, müssen sich alle Passagiere auf dem Deck flach auf den Boden legen, was bei allen Passagieren zu einer guten Stimmung beiträgt. Nach Sonnenuntergang halten wir kurz an, um die Glühwürmchen zu beobachten. Auf der Rückfahrt wird das Rivercruise Boot zum Partyboot. Kaum ist die Musik aufgedreht, haben die Einheimischen auch schon eine Tanzfläche geschaffen und eröffnet. Nach zwei Stunden sind wir zurück im Hotel und packen unsere Taschen für die Weiterreise. Morgen geht es in die 154 km entfernte Hauptstadt Phnom Penh.

Video : https://www.facebook.com/2073641959604530/posts/2138625346439524?sfns=mo

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