Tag 21&22 🇩🇪– Tha Khek und Xe Champhone

Wir sind wieder auf der Durchreise. Unsere nächste größere Stadt, in die wir unterwegs sind, ist Paksé im Süden von Laos. Den ganzen Tag wollen wir aber nicht im Bus verbringen, weshalb wir zwei Zwischenstopps in recht unbekannten Orten einlegen werden..

Unser erster Stopp ist in Tha Khek. Weil es nicht sonderlich viel zu tun gibt, kommt Alex auf die Idee einen Friseur aufzusuchen. Die Bedenken bezüglich der Sprachbarriere behalte ich vorerst für mich. Im Friseursalon angekommen, werden wir von zwei Laotinnen begrüßt. Wie angenommen, verstehen die Beiden kein Wort Englisch. Glücklicherweise hängen an der Wand 6 verschiedene Männerfrisuren, so dass Alex einfach auf das erste Bild von links zeigt und schon macht sich die Dame an die Arbeit. Nach 10 Minuten kommen mir erste Zweifel. „Bist du dir sicher, dass sie verstanden hat, dass du die Frisur auf dem ersten Bild von links möchtest? Du siehst gerade eher aus wie der unten rechts.“ Tatsächlich hat diese komische Seitenscheitel-Frisur bis jetzt noch gar nichts mit Alex’ gewünschter Frisur zu tun, aber nach verschiedenen Korrekturen kommen wir nach einiger Zeit doch auf einen gemeinsamen Nenner und alle sind zufrieden. Der Friseurbesuch hat übrigens umgerechnet ganze 2 Euro gekostet 😀

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Xe Champhone. Auf dem Weg halten wir an, um Bananen zu kaufen. Wir haben vor in in den Monkey Forrest zu fahren und wollen die Affen anlocken. Es gibt zwei verschiedene Affenfamilien. Die eine Familie lebt direkt auf der Straße und wird sehr häufiger gefüttert, während die andere Familie im Wald lebt und häufig leer ausgeht.

Mit insgesamt 4 Bananenpaketen machen wir uns auf den Weg zu der Affenfamilie im Wald, was gar nicht so einfach ist. Bereits nach 2 Minuten hat uns ein frecher Affe einen Strauch aus der Hand gerissen und ein anderer wäre fast zu uns in den Bus eingestiegen, um die Bananen zu mopsen.

Ehrlich gesagt hatte ich mir die Affen nicht ganz so zutraulich vorgestellt. Mit den Bananen über dem Kopf laufen wir weiter in Richtung Wald. So weit brauchen wir gar nicht zu laufen, denn schon kommen die Affen angelaufen. Die Straßen-Affenfamilie folgt und übrigens immer noch, weshalb wir bald vollkommen von Affen umgeben sind. Manche hängen sich sogar an unsere Beine, andere sind eher zurückhaltend. Kein Wunder, dass unsere Bananen in Kürze weg sind.

Ohne Bananen sind wir für die Affenfamilien nicht mehr interessant und sie machen sich wieder aus dem Staub.

Nach einer kurzen Weiterfahrt suchen wir erneut einen heiligen Ort auf. Die Hotay Bidok Buddhist Library ist über 200 Jahre alt und ist die einzige buddhistische Bibliothek in Laos. Um diesen Ort zu besichtigen, müssen wir die Schuhe nicht nur vor dem Gelände ausziehen, sondern gleich im Bus lassen. Bevor es zur Bibliothek geht, kommen wir an einem großen See vorbei, an dem die Leute die riesigen Fische füttern. Das Fischfutter sieht eher aus wie Hundefutter 😀 Die Einheimischen glauben aber auch hier, dass die Fütterung die Wünsche erfüllt und Glück bringt.

Eine weitere Attraktion ist der thronende riesige weiße Buddha, der rund herum von vielen kleineren Buddhas umgeben ist. Eine Hand im Schoß liegend und mit einer ausgestreckten Hand dient sie der Bevölkerung als Beschützer.

Danach dürfen wir in das Baumhaus klettern, in dem sich die Bibliothek befindet. Bevor wir den Raum der Bibliothek betreten, müssen wir drei Runden im Kreis laufen.

Die Bibliothek ist keinesfalls vergleichbar mit dem, was wir unter einer Bibliothek verstehen. In dem kleinen Raum befinden sich neben Bildern berühmter Mönche und Buddhafiguren drei Schränke. Als wir die Bücher sehen, staunen wir nicht schlecht. Die Geschichten von Buddha und der Mönche sind auf Palmblättern hinterlegt worden, die in Stoff eingewickelt und den Schränken aufbewahrt werden. Ganz schön eindrucksvoll. Die Schrift mit der die Bücher verfasst sind, wird auch nicht von allen Einheimischen verstanden. Es handelt sich um eine Schriftart, die ausschließlich von Mönchen gelehrt und beherrscht wird.

In unserem Hostel angekommen, merken wir, dass es in der Umgebung wirklich nichts zu tun gibt. Wenn wir aus unserer Unterkunft herausgehen, können wir direkt die grasenden Kühe auf den Feldern beobachten.

Zum Glück hat das Hostel ein kleines Restaurant und eine angrenzende Bar, sonst wären wir echt aufgeschmissen. So können wir wenigsten noch ein paar Beerlao genießen. Das ist übrigens die bekannteste Biermarke Laos’ und sogar so beliebt, dass der Restaurantbesitzer seinen Hund danach benannt hat 😀 Wir müssen jedes Mal lachen, wenn der Besitzer ihn ruft.

Am Nachmittag bieten uns zwei Einheimische an, mit ihnen auf den Markt zu fahren. Wir sagen sofort zu. Nach 10 Minuten Fahrt sind wir auf einem riesigen Markt angekommen. Touristen gibt es außer uns keine, weshalb wir von allen Ecken ganz neugierig gemustert werden.

Unsere beiden einheimischen Fahrer stürmen direkt auf verschiedene Stände mit Fröschen zu. Die werden hier in allen unterschiedlichen Varianten verkauft und scheinen eine Spezialität der Region zu sein. Die Fische zum Abendessen darf man sich selbst aus dem Aquarium fischen und sogar Schildkröten werden verkauft. Die Schildkröten landen allerdings nicht auf dem Teller, sondern werden als Glücksbringer gekauft und mit den persönlichen Wünschen wieder im See ausgesetzt.

Wenn man die Einheimischen übrigens fragt: „Wie schmeckt Schlange? Wie schmeckt Fledermaus? Wie schmeckt Frosch?“, erhält man immer die selbe Antwort: „Es ist vergleichbar mit Hühnchen!“

Da unsere Fahrer mit vollem Elan Frösche eingekauft und zubereitet haben, wollten wir uns davon überzeugen und haben auch mal probiert. Zugegebenermaßen es schmeckt wirklich nach Hühnchen, aber das Fleisch ist noch zarter. Die Frösche wurden als eine Art Suppe mit Kräutern zubereitet und mit Bambus serviert.

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