Luang Prabang🇩🇪

Und schon wieder ein „Hallo“ aus Luang Prabang. Uns gefällt es hier so gut, dass wir beschlossen haben unseren Aufenthalt zu verlängern und sind jetzt schon seit 4 Tagen hier.

Wir sind einfach fasziniert von der Nettigkeit und der Gelassenheit der Leute in Luang Prabang. Sogar die Tiere sind hier im Entspannungsmodus. Wenn man auf der Straße lang fährt, sieht man überall in mitten der Straße Hunde oder Kühe liegen. Anfangs dachte ich, dass die Tiere tot gefahren wurden. Nach zweimal oder dreimal hupen, haben sie sich aber dann doch ganz gemächlich ans andere Ende der Straße bewegt. Die Laoten warten übrigens ganz geduldig, sogar ohne zu schimpfen oder zu fluchen!

Luang Prabang war bis 1975 die Königsstadt und einst auch Landeshauptstadt. Die Hauptstadt wurde aber nach Vientiane verlagert, da Luang Prabang nicht weiter ausgebaut werden konnte.

Noch heute kann man den „Royal Palace“ besichtigen, der mittlerweile zum Nationalmuseum umfunktioniert wurde. Das ist übrigens das erste Museum, das ich barfuß besichtigt habe 😊 Obwohl es sich nicht um einen Tempel handelt, sind die Kleiderrichtlinien sehr streng und auch die Taschen müssen vorher eingeschlossen werden. Das Fotografieren ist ebenfalls verboten.

Royal Palace

Im Inneren kann man nachvollziehen, wie die Königsfamilie damals gelebt hat. Neben dem Königsthron und den Zimmern der Königsfamilie können auch die Staatsgeschenke bewundert werden.

Gegenüber des Köngispalasts funkelt einem schon der Wat Ho Pha Bang entgegen. Dieses Gebäude beherbergt den Pha Bang, das größte Heiligtum des laotischen Buddhismus und gleichzeitig Namensgeber der Stadt. Die ca. 90 cm große Buddha Figur ist komplett aus Gold angefertigt und ist Sri Lanka angefertigt worden. Nach laotischem Glauben wurde die Figur nach direktem Götterbild angefertigt, weshalb nicht nur viele Laoten hierher kommen, um sie zu verehren, sondern sie auch zum laotischen Neujahr (Pi-Mai) Mitte April durch die Stadt tragen.

In der Mitte des Stadtzentrums erhebt sich ein kleiner Hügel namens Mount Phousi, auf dem eine goldene Stupa erbaut wurde. Bei Nacht leuchtet die Stupa über der ganzen Stadt.

Trotz Entspannungsmodus’ haben wir uns um 5 Uhr früh aus dem Bett gequält, um die ganzen Stufen zum Mount Phousi hinaufzusteigen. Von hier hat man einen 360-Grad Blick über die ganze Stadt und man kann nicht nur den Sonnenaufgang genießen, sondern auch der Stadt beim Aufstehen zugucken.

Luang Prabang verfügt über zahlreiche Tempel, von denen einer prunkvoller als der andere ist. Zwischen 5 und 6 Uhr kann man auf den Straßen die Almosenprozession der Mönche (Bak Tat) beobachten. Die Einwohner versammeln sich zu dieser frühen Stunde, um den schweigenden und in orange oder gelb gekleideten Mönchen Almosen in Form von Reis in ihre Schalen zu füllen. Diese religiöse Zeremonie zählt heutzutage ebenfalls zu den Touristenattraktionen, so dass nicht nur die frommen Bürger, sondern auch die Touristen sich auf den Straßen versammeln.

Auf dem Rückweg zu unserem Hostel stoßen wir zufällig auf den Morgenmarkt, der direkt im Stadtzentrum aufgebaut ist. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte hier morgens vielleicht nicht einkaufen gehen. Neben Gemüse, Obst und Fischen werden auch Leckereien wie Frösche, Schlangen und sogar Fledermäuse verkauft. Teilweise sogar noch lebendig.

Wir bevorzugen dann doch lieber den Nachtmarkt. Das ist übrigens das Resultat von zu viel Nachtmarkt. Das Paket schippert jetzt zwei Monate umher und landet hoffentlich in Griechenland 😊

Trotz der schönen Landschaft und Sonnenuntergänge am Mekong haben wir uns entschlossen einen Tag im Nahm Dong Park zu verbringen. Nach 40 Minuten holpriger Busfahrt (die Laoten nennen das übrigens „free massage“) sind wir endlich im Park angekommen.

Nach einem kurzen Willkommensgetränk werden wir schon für das Ziplining vorbereitet. Insgesamt führen 800 Meter durch die Grünflächen des Parks. Wir sind anfangs so mit Gas geben, bremsen und am anderen Ende ankommen beschäftigt, dass wir die Landschaft gar nicht richtig genießen können. Erst nach der vierten Bahn wird das Adrenalin wieder weniger, so dass wir uns ein wenig in der Luft umgucken können.

Wir laufen 15 Minuten durch den Park bis wir zu unserem nächsten Workshop kommen. Wir lernen wie man Papier macht. Dabei wird die Rinde des Maulbeerbaums geschält, bis nur noch ein weißer Teil übrig bleibt. Dieser wird dann eingeweicht und kann nach einigen Stunden verwendet werden. Die Klumpen müssen erst mal in einer Holzform aufgelockert werden. Danach können wir verschiedene Blumen und Blätter in unser Papier einfügen.

Mit der wunderschönen Aussicht im Hintergrund war der Workshop richtig entspannend. Während unser Papier trocknet, erkunden wir den Park ein wenig.

Die Wasserfälle und die endlosen Grünflächen sind wunderschön. Wir sind insgesamt nur 3 Besucher im Park, weshalb wir Zeit haben alles in Ruhe und ohne viele Touristengruppen zu erkunden. Zum Schluss noch ein paar Fotos aus dem Park.

Ein würdevoller Abschluss für diese schöne und facettenreiche Stadt. Auch wenn wir noch länger hier verweilen könnten, heißt es heute Abend wieder: Rucksack packen und ab in die nächste Stadt! Wir werden diese schöne und entspannte Stadt vermissen.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s